|
Konjunktur
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres so kräftig gewachsen wie seit fast 12 Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Januar bis März bereinigt um 1,5 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2007 zu. Damit habe sich der wirtschaftliche Aufschwung des vergangenen Jahres unvermindert fortgesetzt, teilte das Statistische Bundesamt heute mit. Volkswirte hatten durchschnittlich lediglich ein Wachstum von 0,7 Prozent vorausgesagt. Bundeswirtschaftsminister Glos wertete das starke Wachstum als Beleg für die gestiegene Widerstandskraft der deutschen Wirtschaft. "Auch wenn die Zahlen durch den milden Winter stark geprägt sind, zeigen sie, dass der Aufschwung in Deutschland auch den schwierigen Bedingungen der Weltkonjunktur trotzt... Dieses wertvolle Kapital müssen wir durch weitere Reformen pflegen, um weiter Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen", sagte Glos zu den Daten.
Konjunkturmotor Inland
Wichtigster Wachstumsfaktor ist laut Statistischem Bundesamt derzeit das Inland. Die Firmen investierten deutlich mehr als im Quartal zuvor. Auch der private Verbrauch trug zum Wachstum bei. Die Exporte liefen trotz des starken Euro gut. Aber wegen des Anstiegs der Importe bremste der Außenhandel insgesamt das Wirtschaftswachstum.
Volkswirte wiesen darauf hin, dass die starke Wachstumsentwicklung im ersten Quartal 2008 auch auf Sonderfaktoren zurückzuführen sei. So bescherte die ungewöhnlich milde Witterung zum Beispiel der Bauindustrie kräftige Zuwächse.
Preisanstieg im April schwächer
Die Verbraucherpreise sind im April dieses Jahres nicht mehr so stark gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im April 2008 gegenüber April 2007 um 2,4 Prozent gestiegen. Im März 2008 betrug die Steigerung noch 3,1 Prozent. Vergleicht man den April 2008 mit dem Vormonat März, so hat sich der Index um 0,2 Prozent verringert.
Die Jahresteuerungsrate ist vor allem durch gestiegene Preise für Mineralölprodukte geprägt. Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Mineralölprodukte hätte die Teuerungsrate nur bei 1,7 Prozent gelegen.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Bundesminister Glos: "Aufschwung trotz schwierigerer Weltkonjunktur"
<http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=248358.html>
Statistsiches Bundesamt zur wirtschaftlichen Entwicklung
<http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/05/PD08__181__811,templateId=renderPrint.psml>
Statistisches Bundesamt zur Entwicklung der Verbraucherpreise
<http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/05/PD08__182__611,templateId=renderPrint.psml>
Quelle: Bundesregierung
|