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Welt-Nichtrauchertag
Nichtrauchen liegt im Trend. Bei den 12- bis 17-jährigen ist der Raucheranteil von 28 Prozent (2001) auf 18 Prozent (2007) zurückgegangen. Doch Grund zur Entwarnung gibt es nicht. Denn in den letzten Jahren ist die Zahl der Todesfälle aufgrund von Rauchen stark angestiegen. Am 31. Mai ist Welt-Nichtrauchertag. Das diesjährige Motto "Rauchfreie Jugend" verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Kinder und Jugendliche sollen erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen.
Denn trotz Werbeverboten und Selbstverpflichtungen sind junge Menschen für die Tabakindustrie nach wie vor wichtige Kunden. Das durchschnittliche Einstiegsalter in den Zigarettenkonsum liegt in Deutschland bei etwa 13 Jahren.
Jeder fünfte Jugendliche raucht
Die Drogenbeauftraget der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hält den Tabakkonsum für "das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko unserer Zeit". Und die Zahlen sprechen für sich: Studien zufolge raucht jeder fünfte Junge und jedes fünfte Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren. Damit ist Deutschland Rekordhalter in Europa. Nur Finnland, Österreich, Tschechien und die Ukraine haben in Europa ähnlich viele junge Raucher.
Trotz des rückläufigen Tabakkonsums bei Kindern und Jugendlichen gibt es deshalb weiterhin Handlungsbedarf. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hält es für wichtig, dass die Medien beim Nichtraucherschutz mitmachen, denn sie erreichen viele Kinder und Jugendliche.
Bätzing begrüßt so zum Beispiel das Engagement der Fernsehserie Gute Zeiten Schlechte Zeiten. "Mit ihren bewusst rauchfreien Vorbildern macht die Serie überzeugend Werbung für ein gesundes Leben", so die Drogenbeauftragte.
"Wer in jungen Jahren nicht mit dem Rauchen beginnt, bleibt auch später mit großer Wahrscheinlichkeit Nichtraucher", so Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.
"Be Smart - Don't Start"
Vor allem die Schulen spielen bei der Prävention eine Schlüsselrolle. Die Kampagne "Be smart- don't start" setzt deshalb schon bei den Jugendlichen an. An dem Wettbewerb nahmen im Schuljahr 2007/2008 fast 11.350 Schulklassen mit rund 285.000 Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland teil.
7.184 Klassen (63,3 Prozent) hielten durch und blieben vom November 2007 bis zum April 2008 rauchfrei. Die Drogenbeauftragte freut sich über den Erfolg. "Effektive Programme zum Nichtrauchen sind eine sinnvolle Ergänzung zum schulischen Rauchverbot", erklärte Bätzing.
Raucher sterben sieben Jahre früher
2006 starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bundesweit 42.348 Personen an den Spätfolgen des Rauchens. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Jahre 2000. Besonders groß ist die Zunahme der Todesfälle bei Frauen.
Die Krebserkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können, sind Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs. Im Durchschnitt sterben Raucher rund sieben Jahre früher als Nichtraucher.
Angesichts dieser erschreckenden Zahlen hat die Bundesgesundheitsministerin die Länder zu einem konsequenten Nichtraucherschutz aufgerufen. "Der Nichtraucherschutz darf nicht durchlöchert werden", so Schmidt. Unmittelbar vor
dem diesjährigen Welt-Nichtrauchertag appellierte die Ministerin an die Länder, vorhandene Ausnahmeregelungen zu überdenken. Solche Ausnahmen betreffen in einigen Ländern kleine Gaststätten.
Be Smart Don't Start" wird unter anderem gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die AOK, die Europäische Kommission, und die Deutsche Herzstiftung. Der Wettbewerb im kommenden Schuljahr 2008/2009 startet am 17. November 2008. Informationen zu "Be Smart Dont Start" erhalten Interessierte beim Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel unter der Telefonnummer 04 31/ 5 70 29 70 und im Internet unter http://www.besmart.info/ <http://www.besmart.info/>
Ein weiterer Link zum Thema: Be smart - don't start <http://www.ift-nord.de/ift/be/>
Quelle: Bundesregierung
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