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Organspende - Leben schenken
Rund 80 Prozent der Deutschen hält die Organspende für eine gute Sache. Einen Spenderausweis besitzen aber nur 12 Prozent. Die deutschen Apotheken wollen im Oktober deshalb bis zu 10 Millionen Organspendeausweise an ihre Kundinnen und Kunden verteilen. Unterstützt wird die Aktion der Apotheken in Deutschland auch vom Bundesgesundheitsministerium. Rund 12.000 Menschen hoffen in Deutschland derzeit auf ein geeignetes Spenderorgan wie Herz, Lunge oder Niere. Für viele von ihnen ist es die einzige Überlebenschance.
Im Jahr 2007 haben rund 1.300 Menschen mit einer Organspende Schwerkranken geholfen. Das waren deutlich mehr Spenderinnen und Spender als in den Jahren zuvor. Über 4.100 Organe konnten so gespendet werden. Täglich sterben im Durchschnitt aber immer noch drei Menschen, weil es für sie kein Spenderorgan gibt.
Durch eine schwere Erkrankung oder einen Unfall kann plötzlich jeder auf ein fremdes Organ angewiesen sein. Dann hängt das eigene Leben von der Hilfsbereitschaft anderer Menschen ab. Wer in einer solchen Situation Hilfe erwartet, sollte umgekehrt bereit sein, selbst zu helfen.
Kein leichtes Thema
Viele Menschen haben nicht deshalb keinen Organspende-Ausweis, weil sie dagegen sind, sondern weil sie bisher nicht weiter darüber nachgedacht haben. Die Auseinandersetzung mit der Organspende ist schließlich auch kein leichtes Thema. Viele Politikerinnen und Politiker, Prominente, Vereine und Organisationen appellieren dafür, sich für die Organspende zu entscheiden. Denn: Die Entscheidung für die Organspende ist eine Entscheidung für das Weiterleben eines Mitmenschen. Organspende-Ausweise gibt es bei Krankenkassen, Ärzten, Gesundheitsämtern und auch im Internet.
Miteinander reden und Ängste abbauen
Wer sich mit einer Organspende auseinandersetzt, stößt dabei immer auch auf viele offene Fragen und Ängste. Für die Organspende und die Organtransplantation gelten in Deutschland ebenso wie in den anderen europäischen Ländern jedoch klare gesetzliche Regeln. Dem Bundesgesundheitsministerium, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie vielen Verbänden und Vereinen geht es darum, zu informieren und Hemmschwellen abzubauen. Neben vielen Broschüren und Internetangeboten hilft oftmals auch ein persönliches Gespräch.
Am Infotelefon Organspende beantworten Expertinnen und Experten Fragen zur Organspende und Transplantation. Das Informationstelefon ist eine gemeinsame Einrichtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen Stiftung Organtransplantation.
Das gebührenfreie Infotelefon ist zu erreichen:
- Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 16 Uhr
- unter der Rufnummer 0 800 / 90 40 400
Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Organspende
<http://www.organspende-info.de/>
Organspende-Ausweis herunterladen oder bestellen
<http://www.organspende-info.de/extra/bestellservice/Organspendeausweis/>
Kampagne: Fürs Leben. Für Organspende
<http://www.fuers-leben.de/index.php/seasons/current/2/n,38/s,0>
Quelle: Bundesregierung
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