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Bewegung und gutes Essen hält Kinder fit
Die Mehrheit der Kinder wächst gesund auf. Dennoch: 15 Prozent der Kinder sind zu dick. Psychische Erkrankungen bei Kindern nehmen zu. Und ein Drittel der Jugendlichen trinkt einmal die Woche Alkohol. Die Bundesregierung will die Gesundheit von Kindern stärkern - mit der "Strategie zur Förderung der Kindergesundheit". Das Bundeskabinett beschloss diese Strategie in der heutigen Sitzung. Dabei geht es vor allem darum, einen gesunden Lebensstil zum normalen Alltag zu machen.
"Ein gesundes Kind hat bessere Chancen bis ins hohe Alter gesund zu bleiben. Ein Kind, das sich viel bewegt und ausgeglichen ist, lernt besser und beeinflusst damit seine späteren Berufschancen", so Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt in Berlin in Berlin.
Chancengleichheit auch bei der Gesundheit
Die Strategie der Bundesregierung stützt sich auf eine Studie zur Gesundheit von Kindern. Danach sind Kinder aus sozial schwachen Familien häufiger von bestimmten Krankheiten betroffen als der Druchschnitt. Auch Rauchen und Übergewicht nimmt mit sinkenden Sozialstatus deutlich zu. Die Bundesministerin verfolgt mit ihrer Strategie "Chancengleichheit für alle Kinder, unabhängig von sozialer Herkunft oder Kulturkreis."
Aber auch chronische Erkrankungen nehme zu. Und psychische Erkrankungen sind keine Seltenheit mehr.
Schon früh anfangen
Die Strategie stellt Kinder und deren Familien in den Mittelpunkt. Denn Lebensstil und Lebensumstände der Familien haben bekanntlich großen Einfluss darauf, ob und wie gesund unsere Kinder aufwachsen. Es geht deshalb vorrangig darum, zu einem gesunden Lebensstil innerhalb der Familien anzuregen.
Weil Verhalten schon in jungen Jahren geprägt wird, muss zum Beispiel gesundes Essen bereits in Kindertagesstätten und Schulen Thema sein. "Prävention lebt vom Vorbild", so die Ministerin.
Bewegung macht fit
Auch eine integrierte Verkehrs- und Stadtentwicklung gehört zur Prävention. Sie soll zum Beispiel das Radfahren sicherer machen. Das ist gerade für Kinder und Jugendliche wichtig. Denn: Radfahren macht mobil, erweitert den Erfahrungsraum und sorgt für mehr Bewegung.
Darüber hinaus wird die Prävention von Essstörungen, zum Beispiel Ess-Brech-Störungen (Bulimie), angegangen. An der Krankheit leidet fast jedes dritte Mädchen unter 17 Jahren. Bereits im Dezember 2007 hat die Bundesregierung die Initiative "Leben hat Gewicht gemeinsam gegen den Schlankheitswahn" gestartet.
An gute Entwicklungen anknüpfen
Initiativen zur Alkohol-, Tabak- und Cannabisprävention sollen konzentrierter umgesetzt werden. Dabei kann an einige gute Entwicklungen angeknüpft werden. Dank intensiver Aufklärungskampagnen rauchen heute deutlich weniger junge Leute als noch vor ein paar Jahren.
Der gelegentliche Alkoholkonsum bei Schülerinnen und Schülern ist zurückgegangen. Der Konsum von Alkopops ist dank der von der Bundesregierung beschlossenen höheren Steuer auf diese Getränke sogar drastisch gesunken. Aber die Alkohol-Konsummengen sind bei Kindern und Jugendlichen stark gestiegen.
Anliegen der Strategie ist weiterhin, dass Kinder und Jugendliche wieder mehr geimpft werden. Impfungen schützen wirksam vor Infektionskrankheiten und sollten deshalb wahrgenommen werden. Seit der Gesundheitsreform im letzten Jahr sind viele Impfungen Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Weitere Links zum Thema:
Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit
<http://www.bmg.bund.de/cln_041/nn_600110/SharedDocs/Publikationen/Praevention/Strategie-Kindergesundheit,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Strategie-Kindergesundheit.pdf>
Fragen und Antworten zur Strategie Kindergesundheit
<http://www.bmg.bund.de/cln_041/nn_600110/DE/Home/Neueste-Nachrichten/fragen-und-antworten-kinderstrategie.html>
Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
<http://www.kiggs.de/>
Quelle: Bundesregierung
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