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Schutzimpfungen sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen
Impfungen schützen jeden Einzelnen vor Infektionskrankheiten und verhindern, dass sich gefährliche Epidemien ausbreiten. Sie gehören nachweislich zu den wichtigsten und wirksamsten medizinischen Vorsorgemaßnahmen. Mit der Gesundheitsreform 2007 sind deshalb alle von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Schutzimpfungen Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Zusätzlich haben die Kassen nun die Möglichkeit, ihren Versicherten die Kosten für Reiseimpfungen zu erstatten. Ein klarer Gewinn für alle gesetzlich Versicherten, denn vor dem 1. April 2007 waren die empfohlenen Impfungen der STIKO nur optionale Satzungsleistungen. Das bedeutete, dass die Kassen rechtlich nicht verPflichtet waren, ihren Versicherten diese Leistungen (vollständig) anzubieten. Schutzimpfungen für private Auslandsreisen wurden von den Kassen grundsätzlich nicht übernommen.
Infektionskrankheiten - eine ernstzunehmende Gefahr
Noch vor hundert Jahren gehörten Infektionskrankheiten zu den häufigsten Todesursachen. Dank der Entwicklung von Impfstoffen können Erkrankungen an Diphtherie, Tetanus oder Kinderlähmung heute fast immer verhindert werden. Doch gerade der Erfolg der Impfungen führt dazu, dass vielen Menschen die noch immer bestehende Gefahr von Infektionskrankheiten kaum mehr bewusst ist. Dabei sind zum Beispiel die Erreger von Masern, Mumps oder Keuchhusten immer noch sehr verbreitet. Deshalb gilt: Damit Impfungen flächendeckend den Ausbruch von Infektionskrankheiten verhindern können, sind dauerhaft hohe Impfraten wichtig.
Risiko Impflücken
Eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hat ergeben, dass die Grundimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Polio bei den Zwei-bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen bei über 90 Prozent liegt. Das ist zweifelsohne eine gute Nachricht. Andererseits gibt es bei der (genauso wichtigen) Zweitimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln gerade bei älteren Kindern und Jugendlichen deutliche Impflücken. Die Folge: Auch heute noch treten gehäuft Masern-Fälle auf - wie etwa 2006 in Nordrhein-Westfalen, wo 1.600 Menschen, hauptsächlich Kinder und Jugendliche, an Masern erkrankten.
Sie möchten sich noch ausführlicher informieren, dann lesen Sie den ganzen Bericht:
http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/impfungen/index.html
Quelle: BMG
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