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Linke will Präsidentschafts-Kandidaten nominieren
Nach dem Streit zwischen SPD und Union um die Wiederwahl des Bundespräsidenten Horst Köhler, legt jetzt die Linke nach. Die Nachfolgepartei der SED will sich die Nominierung eines eigenen Kandidaten für das höchste Amt im Staate vorbehalten. Damit torpedieren Gysi und Lafontaine die Wunschkandidatin der SPD. Die Linkspartei behält sich die Aufstellung eines eigenen Kandidaten für die Wahl zum Bundespräsidenten vor. "Das kann schon Sinn machen. Ich bin mir mit Lothar Bisky und Oskar Lafontaine einig: Wir werden uns erst nach der bayerischen Landtagswahl im Herbst festlegen", sagte der Fraktionschef der Linken der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse".
Dann wisse die Partei, ob es in der Bundesversammlung eine Mehrheit für SPD, Grüne und Linke geben werde. "Wenn ja, könnten wir immer noch über eine symbolische Kandidatur nachdenken, zumindest für den ersten Wahlgang", sagte Gysi.
Zur Möglichkeit, im zweiten Wahlgang Gesine Schwan als SPD-Kandidatin zu unterstützen, sagte Gysi: "Horst Köhler ist nett, sympathisch, mir aber zu neoliberal." Gesine Schwan sei dagegen eine tapfere, starke und entschlossene Frau, "die uns gegenüber immer sehr offen war". Wenn SPD-Chef Kurt Beck eine eigene Kandidatin aufstellen wolle und auf die Stimmen der Linkspartei setze, müsse er aber das Gespräch mit den Linken suchen.
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http://www.welt.de/politik/article2033849/.html#reqNL
Quelle: Welt-online
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