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Liberale sehen Kabinettsentscheidung zu Managergehältern skeptisch
(11.03.2009) Das Bundeskabinett hat schärfere Regeln für Managergehälter beschlossen. Demnach sollen Vorstände von Unternehmen Aktienoptionen länger behalten müssen, um sich stärker als bislang für den langfristigen Erfolg der Firma einzusetzen. Über die Begrenzung von Managergehältern wurde bisher noch keine Einigung gefunden. FDP-Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle sprach von einem "Mini-Kompromiss", der nur an den "Symptomen herumdoktere". FDP-Fraktionsvize Sabine Leutheusser-Schnarrenberger plädierte für eine Stärkung der Aufsichtsräte. "Sie, und nicht der Staat, sind für die Kontrolle der Vorstände zuständig".
Das Bundeskabinett beschloss am Mittwochvormittag zudem, dass über die Vorstandsbezüge künftig der gesamte Aufsichtsrat und nicht mehr nur ein kleiner Ausschuss entscheiden. Die Haftung für Aufsichtsräte soll verschärft und die Offenlegung der Vergütungen verbessert werden. Über Höchstsummen für die Bezahlung konnte sich die Koalition bislang noch nicht verständigen. SPD und Union hatten sich zuvor darauf geeinigt, dass bei schlechter Entwicklung die Managervergütung auch während der Vertragslaufzeit vom Aufsichtsrat gekürzt werden müsse.
CSU-Chef Horst Seehofer sprach sich am Dienstag beim Streitthema Managergehälter überraschend für die SPD-Position aus. Demnach sollen Managergehälter und Abfindungen nur noch bis zu einer Million Euro im Jahr steuerlich geltend gemacht werden können. "Das ist schon eine Größenordnung, die ich für sinnvoll erachten würde", so Seehofer.
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Quelle: FDP
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