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Weltbank und IWF warnen vor Hunger-Kriegen
Die Preise für Grundnahrungsmittel steigen rapide und bedrohen den sozialen Frieden in vielen Schwellenländern. Jetzt warnen IWF und Weltbank vor gewaltsamen Unruhen und fordern schnelle Reformen zu Gunsten armer Länder. Etwa 100 Millionen Menschen stehen vor dem Absturz ins Elend. Aktuelles dramatisches Beispiel: Haiti.
Angesichts der weltweit gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel hat nach dem Internationalen Währungsfond (IWF) auch die die Weltbank vor gewaltsamen Unruhen in zahlreichen Ländern gewarnt.
Grob geschätzt drohten rund 100 Millionen Menschen in den unterentwickelten Staaten ins „Elend“ abzurutschen, sagte Weltbank-Direktor Robert Zoellick am Ende der Frühjahrstagung der Institution in Washington. Dem von Hungerunruhen erschütterten Haiti sagte die Weltbank eine Soforthilfe von zehn Millionen Dollar (rund 6,3 Millionen Euro) zu. Der Entwicklungsausschuss der Weltbank forderte eine Strukturreform zu Gunsten der Entwicklungs- und Schwellenländer.
33 Länder könnten wegen der gestiegenen Lebensmittelpreise von sozialem Chaos und politischen Unruhen heimgesucht werden, erklärte die Weltbank. Die Entwicklung könne etwa 100 Millionen Menschen ins Elend abrutschen lassen und bedrohe zugleich das Wohlergehen „zukünftiger Generationen“, betonte Zoellick. Er warb bei den reichen Staaten dafür, bis zum 1. Mai 500 Millionen Dollar für Hilfsprogramme des Welternährungsprogramms (WFP) bereitzustellen. Für rund die Hälfte dieser Summe lägen bereits Zusagen vor, jedoch sei dies „nicht genug“. Das Welternährungsprogramm stellt mit Hilfsprogrammen in 78 Ländern die Ernährung von 73 Millionen Menschen sicher.
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Quelle: Welt-online
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