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Minister arbeitete für rechtsgerichtete Zeitung
Die Thüringer SPD will verhindern, dass der CDU-Mann Peter Krause neuer Kultusminister wird. Krause hat als Redakteur für die rechtsgerichtete Zeitung "Junge Freiheit" gearbeitet. Jetzt distanziert er sich eilig von dem Blatt – dabei hatte er die Zeitung erst vor kurzem noch öffentlich gelobt.
Die SPD hat scharfe Kritik an der geplanten Ernennung des CDU-Politikers Peter Krause zum Thüringer Kultusminister geübt, weil dieser als Redakteur für die rechtsgerichtete Wochenzeitung „Junge Freiheit“ gearbeitet hat. „Das Blatt galt in den letzten Jahren als Scharnier zur extremen Rechten“, erkärte SPD-Landeschef Christoph Matschie. Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) müsse Krause daher zurückziehen. Matschie verwies darauf, dass Krause als Ressortchef nicht nur für die Bereiche Bildung und Schule verantwortlich, sondern auch Stiftungsratsvorsitzender der KZ-Gedenkstätte Buchenwald wäre. Althaus müsse sich schnell und klar von Krause distanzieren, um den Ruf Thüringens nicht zu schaden.
Krause war nach Angaben der „Jungen Freiheit“ 1998 vorübergehend Redakteur des Blattes. Der promovierte Literaturwissenschaftler distanzierte sich von dem Blatt. Er habe 1998 vier Monate für die Zeitung als Redakteur gearbeitet, eine weitere Zusammenarbeit sei damals „aus inhaltlichen Gründen von beiden Seiten als grundsätzlich unmöglich angesehen“ worden, sagte Krause in Weimar. Er habe sein Ziel nicht verwirklichen können, „ein konservativ orientiertes und fundiertes, aber offenes, antiideologisches und wirklich kritisches Debattenblatt jenseits politischer Lager aufzubauen“, sagte Krause.
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Quelle: Welt-online
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