Matell-Aushängeschild Barbie: 675.000 Artikel werden zurückgerufen.
Der weltgrößte Spielwarenhersteller Mattel kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus: Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen muss das US-Unternehmen verseuchte Spielwaren zurückrufen. Dabei geht es auch um Barbie-Zubehör. Betroffen sind insgesamt 700.000 Artikel, wie Mattel und die US-Verbraucherschutzkommission heute Nacht bekannt gaben. Neben Zubehör für Barbie-Puppen ruft das Unternehmen auch Spielzeug der Marke Fisher-Price zurück.
Im Einzelnen handelt es sich um 675.000 Artikel von Barbie-Accessoires, die zwischen 30. September 2006 und 20. August 2007 hergestellt wurden. Auch knapp 9.000 Artikel aus der Serie "Big Big World 6-in-I Bongo Band" und 90.000 "Geo Trax"-Lokomotiven von Fisher-Price wurden zurückgerufen.
Mattel hatte aufgrund von Sicherheitsbedenken in den vergangenen fünf Wochen bereits zwei Rückrufaktionen gestartet. Dabei ging es um insgesamt mehr als 20 Millionen in China produzierte Artikel. Sie waren unter anderem mit bleihaltiger Farbe belastet. Blei kann zu Hirnschäden führen, wenn es von Kindern aufgenommen wird. Ob es sich bei den neuerlichen Fällen erneut um Ware aus China handelt, wurde zunächst nicht bekannt.
Der Mattel-Vorsitzende Robert Eckert hatte im vergangenen Monat bei einer Pressekonferenz bereits gewarnt, dass es weitere Rückrufaktionen geben könnte. Der Konzern hatte nach den ersten beiden Rückrufen vom 1. und 14. August Ermittlungen in chinesischen Zulieferbetrieben aufgenommen und neue Tests veranlasst.
Die US-Verbraucherschutzkommission erklärte nun, man prüfe die Einleitung von Ermittlungen, ob Mattel im Zusammenhang mit der Rückrufaktion vom 14. August die Behörden rechtzeitig verständigt habe.
Ende August hatte die amerikanische Spielzeug-Kette Toys "R" Us rund 27.000 Schreib- und Malkästen aus China zurückgerufen, weil sowohl die Verpackung als auch einzelne Farben Blei enthielten. Das US- Handelsunternehmen Martin Designs rief rund eine Viertelmillion in China hergestellter Kinder-Adress- und Notizbücher wegen möglicher Gefahren zurück.
80 Prozent des weltweit verkauften Spielzeugs wird in China hergestellt. Hersteller und Händler fürchten nun, dass die Rückrufaktionen das bevorstehende Weihnachtsgeschäft belasten können.
Quelle: Spiegel online
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