Die Zahl der Alzheimerpatienten wird sich vervierfachen
Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Alzheimerpatienten von heute 25 Mio weltweit auf 106 Millionen vervierfacht haben. Von den 106 Mio Alzheimerpatienten werden 43% einer so intensiven Betreuung bedürfen, wie sie nur Pflegeheime leisten können. "Mit einer stets älter werdenden Bevölkerung entwickelt sich Alzheimer zu einer bedrohlichen globalen Epedemie", sagt Ron Bookmeyer von der Johns Hopkins University in Baltimore.
Ist das schon die Krankheit?
Die Brille verlegt, den Namen vom Nachbarn vergessen - das müssen nicht die Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung sein. Auch andere Erkrankungen haben ähnliche Anzeichen, Depressionen etwa. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch, dass depressive Menschen häufig über die Gedächtnisdefizite lamentieren, Alzheimer-Betroffene dagegen versuchen, sie zu kaschieren, ohne offen darüber zu sprechen. Therapien zielen bis jetzt darauf,
Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten, damit die Betroffenen nicht in eine Pflegeeinrichtung müssen. Denn heilbar ist die immer weiter fortschreitende Gehirnerkrankung noch nicht.
Eine wichtige Rolle für die Entstehung von Alzheimer spielt das Alter. Etwa jeder Dritte 65-Jährige wird später eine Demenz bekommen. Die Ursache für den schleichenden Gehirnabbau sind Ablagerungen (Plaques) in Teilen des Gehirns. Zusätzlich gibt es eine genetische Vorbelastung. Als weiterer Risikofaktor gilt das Geschlecht, mehr Frauen als Männer bekommen Alzheimer.
Alzheimer verläuft in drei Stadien
Das Frühstadium - Vergesslichkeit: Das Kurzzeitgedächtnis lässt nach, die Betroffenen wiederholen sich und registrieren das nicht. Sie vergessen Telefonnummern und Namen. Ihr Wortschatz wird kleiner. Oft werden sie depressiv.
Das mittlere Stadium - ausgeprägte Ausfälle: Die Betroffenen sind unruhig, finden sich in gewohnter Umgebung nicht mehr zurecht. Die Ausübung eines Berufes oder Autofahren werden unmöglich. Bereits alltägliche Tätigkeiten, etwa Waschen und Essen , fallen schwer. Im Übergang zur nächsten Krankheitsstufe entwickeln viele Betroffene eine große motorische Unruhe. Sie haben das Bedürfnis , stundenlang zu gehen.
Das Fortgeschrittene Stadium - Verlust der Persönlichkeit: Den Patienten stehen nur noch wenige Wörter zur Verfügung, die Orientierung fehlt völlig. Auch vertraute Personen werden nicht mehr erkannt. Die Kontrolle über körperliche Funktionen geht verloren. Die Patienten werden zum Pflegefall.
Die Erkrankung ist schwer nachzuweisen
Bisher war es schwierig die Erkrankung exakt nachzuweisen. Bildgebende Verfahren, wie etwa Computertomografie oder Kernspintomografie können den für Alzheimer typischen Gehirnabbau heute darstellen. Neu sind Liquortests mit Lumbalpunktion, als die Untersuchung des Hirn - und Nervenwassers aus der Wirbelsäule. Im Labor kann man in der entnommenen Flüssigkeit unterschiedliche Eiweisfragmente identifizieren, die von den Plaques im Gehirn stammen.
Antidementiva, die Medikamente für Demenz - und Alzheimerpatienten können die Krankheit nicht heilen. Doch sie verlangsamen den geistigen Verfall und erhalten damit die Lebensqualität möglichst lange.
Vorbeugen: Das Gehirn aktiv halten
Jeder kann sein Gehirn vor Alzheimer schützen oder wenigstens den Krankheitsbeginn hinauszögern. Die Nervenzellen im Gehirn müssen aktiv werden. Dazu gehört zum Beispiel, Neues zu lernen, etwa Sprachen, ein Musikstück auf einem Instrument oder einen Gesellschaftstanz. Bereits Reisen, schwierige Strickmuster anzufertigen, Vereinsarbeit im Vorstand, Schach, Bridge und Backgammon trainieren das Gedächtnis.
Nicht nur Denksport, auch körperliche Bewegung schützt vor Alzheimer. Bewegung hält die 80 Kilometer langen Blutgefäße im Gehirn frei, versorgt sie mit Sauerstoff und Nährstoffen. Auch die Ernährung ist wichtig. Mediterrane Kost mit viel frischem Obst und Gemüse, dessen Ballaststoffe den Cholesterinspiegel senken und Antioxidanzien liefern, steht hier im Vordergrund. Wichtig sind auch die essenziellen Omega-3-Fettsäuren, wie sie Fisch enthält, denn sie können die schädlichen Oxidanzien neutralisieren. Eine spezielle "Alzheimer Diät" ist aber nicht notwendig.
Wenn Sie sich für das Thema interessieren, habe ich hier einen Link für Sie. Dort können Sie Ihr Gehirn testen
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/alzheimer-test/gehirn-test_aid_24036.html
und Sie können Ihr Gehirn auch mit Konzentrationsübungen trainieren
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/training/test_did_14012.html .
Quelle: Focus online
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